Beschreibung und Wahrnehmung des Fremden in der rabbinischen by Korbinian Spann PDF

By Korbinian Spann

Oft entscheiden Äußerlichkeiten über unser Verhältnis zu Fremden. Zugleich erlaubt die sinnliche Wahrnehmung fremder Personen und Orte, Rückschlüsse auf die eigene Identität zu ziehen. Dies gilt auch für das Judentum und die jüdische Wahrnehmung. Während die Figur des Fremden im Alten testomony bereits einige Beachtung fand, wurde sie in der rabbinischen Literatur bisher kaum untersucht.
Diese Studie analysiert und vergleicht die Wahrnehmung und Beschreibung des Fremden in der rabbinischen Literatur. Dabei konzentriert sie sich auf die Traktate Brachot, Schabbat, Jebamot und Sanhedrin, um einen Einblick in die jeweilige Ordnung des Talmud zu geben. Grundlegende Fragen sind: In welchen Kontexten werden Fremdlinge thematisiert? Inwiefern gewährt deren Beschreibung einen Einblick in die Wahrnehmung der Autoren? Welche Selbstsicht der Autoren lässt sich der Auseinandersetzung mit dem Fremden entnehmen? Von besonderem Interesse ist, ob das Bild der Fremden im Talmud das Produkt der biblischen Exegese oder realistisch ist. Dafür werden bestimmte Bezeichnungen wie «Goy», «Ger» und «No?ri» verglichen und deren Darstellung untersucht. Die Beschreibung des Fremden gewährt aufschlussreiche Einblicke in die sozialen Veränderungen Israels in der rabbinischen Epoche.

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Petrusbrief, 63-69. R. Feldmeier zeigt die Fremderfahrung in der Diaspora beispielhaft am Werk Philos von Alexandria auf. Ein ganzer Abschnitt ist der Kategorie der Fremde im Frühjudentum gewidmet. In einem Artikel befasst sich S. Schwartz besonders mit der Bedeutung des Orts für die rabbinische Geschichtsschreibung; Ders. The Political Geography of Rabbinic Texts, in: C. E. Fonrobert, The Cambridge Companion to the Talmud and Rabbinic Literature, 75-93. J. Stagl, Grade der Fremdheit, in: H. Münkler, Furcht und Faszination, 101.

Hoenig teilt die Einschätzung, dass die Rabbinen der Konversion grundsätzlich positiv gegenüber standen. Vgl. dazu M. Goodman, Mission and Conversion, 131. M. Guttmann, Das Judentum und seine Umwelt, 113. , 149. B. Bamberger, Proselytism in the Talmudic Period, New York 1939. Bamberger liefert einen genauen Überblick über die Literatur, die bis zu diesem Zeitpunkt zum Thema veröffentlicht wurde. , 7-9. Vgl. B. “ 33 weitere spezielle Regelungen beim Übertritt von Schwangeren und Minderjährigen. Die rabbinische Literatur böte eine Definition des Fremden aus Gründen der sozialen und politischen Vorsicht, dann das Ziel sei die Bewahrung der religiösen Gebote.

G. Porton, The Stranger within your Gates. Converts and Conversion in Rabbinic Literature, Chicago 1994. , 4. ]“. 78 Im palästinischen Talmud (yT) erweitert sich die Perspektive, indem mehr Material über Proselyten zur Verfügung steht und ein besonderes Augenmerk auf das Ritual der Konversion geworfen wird. Der „Ger“ erfährt eine Statusveränderung und wird nach der Konversion als ein neues Individuum und unabhängig von seinen Vorfahren betrachtet. Die Bedeutung der Tauglichkeit für mögliche Verbindungen mit Proselyten gewinnt in diesen Quellen an Bedeutung, da für eine Verbindung mit der Priesterkaste die nichtjüdischen Vorfahren ausschlaggebend sind.

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by Paul
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